das Eutiner Schloss

Das Schloss ist eines der ältesten und imposantesten Gebäude Eutins. Ab 1586 zum Sitz der Lübecker Fürstbischöfe ausgebaut, diente es 1773 den Oldenburger Großherzögen als Regierungssitz und Sommerresidenz. Über mehrere Jahre wurde an dem repräsentativen vierflügligen Schloss gebaut, bis es 1840 mit einer Aufstockung und der Gestaltung des Schlossplatzes seine gegenwärtige Form erhielt. Seit 1997 werden regelmäßig wieder sanierte Abschnitte für Besucher frei gegeben, die man auf eigene Faust mithilfe eines audioguides oder bei einer der vielen kurzweiligen Mottoführungen erkunden kann. Das Leben am "Hofe" wird dem Besucher, es werden auch für die "Lütten" abenteuerlustige Führungen auf Filzpantoffeln angeboten, mit historischen Objekten, Gemälden, Möbeln und Gegenständen des Kunstgewerbes in den ausgestatteten Räumen vermittelt. Eine Ausstellung kostbarer Instrumente aller Epochen, aber auch kunst- und kulturgeschichtliche Gegenstände rund um das Jagdhorn machen das Schloss zum Mittelpunkt der norddeutschen Jagdkultur.

Zur Schlossanlage gehören noch die Gebäude des Schlosshofes, die heute als Kreisbibliothek, Eutiner Landesbibliothek und als Ostholsteinmuseum mit interessanten wechselnden Ausstellungen genutzt werden.

Über das Jahr werden verschiedene öffentliche Veranstaltungen ausgerichtet, z.B. "Schloss in den Mai"- ein etwas anderer Maitanz oder "Vielerley Feyerei"- eine historische Zeitreise und die "Kiwanis- Weihnacht" ein Weihnachtsmärktchen für den guten Zweck,

der Schlossgarten

Die ältesten Überlieferungen für eine Gartenanlage auf dem heutigen Areal des Eutiner Schlossparks datieren aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunders, nachdem Eutin ständiger Wohnsitz der Bischöfe von Lübeck geworden war. Bis Anfang des 18. Jahrhunderts existierten verschiedene Lust- und Nutzgärten, die ab 1716 zu einem von der französischen Gartenkunst geprägtem Barockgarten zusammengeführt wurden. Seine jetzige Form erhielt der 14 ha große, zum Schloss gehörige Einglische Landschaftsgarten ab 1790. .

Heute ist der Schlossgarten eines der bedeutendsten Gartendenkmäler Schleswig Holsteins. Der Garten ist gleichzeitig ein Aboretum, also eine Art botanischer Garten mit vielen uralten Bäumen; Brücken, Teichen, Wasserläufen und kleinen Wasserfällen. Tempel und der für die Gartenschau 2016 renaturierte Küchengarten zieren das weitläufige direkt am See gelegene Areal. Der Küchengarten mit seiner Außenküche war zentraler Bestandteil der Landesgartenschau und wird heute für verschiedene Vortragsreihen und Veranstaltungen rund um das Thema Garten, Obstanbau, Kräuterkunde, gesunde Küche etc. auch für Seminare speziell für Eutiner Schüler genutzt.

der Alte Markt

1257 erhielt Eutin das lübsche Stadtrecht. Die historisch einst so große Bedeutung als Sitz der Lübecker Bischöfe und der Oldenburger Herzöge trägt genauso zum großen Ruf der Stadt bei, wie die hervorragende Lage als Einkaufsort zwischen Lübeck (30km) und Kiel (35 km).

Im historischen Stadtkern Eutins liegt der nahezu rechteckige Alte Markt mit Ehremnmal in Form eines Obelisken und umgebender Bebauung zurückgehend bis ins 12. Jahrhundert. Die einstigen Grundstrukturen, Straßenzüge und Plätze sind noch gut erhalten. Nach allen Seiten mit Bebauung ungeben, stehen hier Gast-, Wohn- und Geschäftshäuser überwiegend mit Putzfassaden, einige Fachwerkgebäude, im Süden der Rathauskomplex, im Nordwesten der Backsteinbau des Großherzoglichen Palais, teilweise mit rückwertigen Nebengebäuden. Besonders im 18. Jahrhundert errichteten namhafte Hofbaumeister zahlreiche Gebäude. Die dabei entstandene Bautradition prägt das Stadtbild bis heute.

Eutin ist heute eine lebendige Stadt für Einheimische und Besucher. Mit 17000 Einwohnern ist die Kreisstadt nicht nur das Zentrum für behördliche Aktivitäten mit der Kreisverwaltung, der Zulassunsgstelle, der Bundeswehr und der Landespolizei.

Der Alte Markt mit vielen Restaurants, Straßencafés, kleinen Läden, Boutiquen und Fachgeschäften ist darüber hinaus auch wirtschaftliches Zentrum der Stadt. Hier befindet sich die Eutiner Tourist Information, das Rathaus und Mittwochs und Samstags findet der beliebte Wochenmarkt statt Es werden regionale Produkte, frischer Fisch, Blumen und Kuriositäten vermarktet.

Viele Verantsaltungen finden rund um das Jahr auf dem Alten Markt statt, wie z.B.

Das weit über die Grenzen hinaus bekannte Bluesfest "Blues Baltica" eröffnet im Mai die Open Air Saison bei freiem Eintritt und excelenter Musikauswahl organisiert durch den Verein Blues Baltica e.V

Ab Juni musizieren jeden Samstag beim Wochenmarktjazz Livebands und erfreuen die Marktbesucher

Das Eutiner Stadtfest platziert seine Hauptbühne auf dem Eutiner Markt und veranstaltet darüber hinaus einen der größten Floh- und Trödelmärkte Norddeutschlands

der Eutiner Wasserturm

Gute Aussichten für Weitblicker!

Der Wasserturm in der Wilhelmstrasse wurde 1909 in Betrieb genommen und dient nach denkmalgeschützer Sanierung wieder als Aussichtsturm. Er gehört zu den Eutiner Stadtwerken, die ihn nach wie vor zur Trinkwasserversorgung einsetzen. Nachts hell erleuchtet, ist er nicht nur tagsüber von weit her schon zu erkennen.

Für die Erklimmung der 156 Stufen, die letzten mitten durch den Wassertank mit 250000 l Fassungsvermögen, wird man mit einem herrlichen Blick über die Stadt und die Holsteinische Schweiz, bei gutem Wetter sogar bis zur Ostsee, belohnt

die Eutiner Seen

Zum Eutiner Stadtgebiet gehören der Große und der Kleine Eutiner See. der Sibbersdorfer See, der Ukleisee und der Kellersee.

Von unserem Hotel aus können zu Fuss die beiden erstgenannten in wenigen Minuten erreicht werden. Bekannt ist natürlich der Große Eutiner See mit seiner zur Landesgartenschau 2016 neu strukturierten Stadtbucht. Hier gibt es die alte Freibadeanstalt, einen historischen hölzernen Bau mit Strandbadestelle und Kiosk, Liegewiese und Volleyballfeld. Der Eintritt ist kostenlos. Ist eimal kein Badewetter, so steht das Kirsten-Bruhn- Hallenbad zur Verfügung. Zur großen Eutiner Seerundfahrt legt die moderne "Freischütz" direkt in der Stadtbucht zu einstündigen Rundfahrten ab. Neben einem hervorragenden gastronomischen Angebot gibt der Kapitän auch fachkundige Erläuterungen zu Land und Leuten, Stadt und Land. Die Umrundung mit dem Rad ist anspruchsvoll und naturschön, führt in zum Stadtgebiet gehörende kleine Ortschaften wie Fissau, Sielbeck oder Krummsee.

Kleinere Badestellen gibt es u.a. am Hamburger Strand zwischen Fissau und Sielbeck, am Nordufer und nahe der Schäferei, an der Schule am kleinen See und in Sibbersdorf Richtung Fissau.

Der Blick von Bord des Schiffes "Luise 2" auf dem Kellersee ist so zauberhaft, dass er schon Generationen von Malern und Poeten inspirierte, Während der Fahrt mit der "Luise 2" begreift man, warum der Kellersee und seine prächtigen Gestade vor gut hundert Jahren zum Ursprungsort des Fremdenverkehrs in der holsteinischen Schweiz geworden ist.

Zur Zeit der kulturellen Blüte Eutins im 18. Jahrhundert (Weimar des Nordens) wurde der Ukleisee häufig in der Literatur erwähnt. Außerdem gibt es mehrere Sagen und Legenden, die den Ukleisee zum Thema haben.

Der Uglei-See

Von Hügeln dicht umschlossen, geheimnisvoll
Verhüllt in Waldnacht dämmert der Uglei-See,
Ein dunkles Auge, das zur Sonne
Nur um die Stunde des Mittags aufblickt.

Weltfremdes Schweigen waltet hier umher, es regt
Kein Hauch des Abgrundes lauteren Spiegel auf,
Nur in des Forstes Wipfeln droben
Wandelt wie ferner Gesang ein Brausen.

von Emanuel Geibel

die Bräutigamseiche

Sagenumwoben steht am Ortseingang von Eutin, an der Bundesstraße 76 aus Richtung Plön/Kiel auf einer Waldlichtung nahe dem Parkplatz ein großer knorriger Baum; die Bräutigamseiche. Mittlerweile hat sie einen Stammumfang von 5 m und eine Wipfelhöhe von über 25 m.

Eine von vielen Sagen, die sich um die Eiche ranken, erzählt, dass vor etwa 500 Jahren ein keltischer Fürstensohn gefesselt im Dodauer Forst ausgesetzt wurde. Ein Mädchen befreite ihn und aus Dankbarkeit pflanzte er eine Eiche und heiratete das Mädchen. Nachdem einer der Äste abgebrochen war, bildetet sich in etwa 4 Metern Höhe eine Art Höhlung, die so groß ist, dass man mit der Hand hineinlangen kann.

Dieses Astloch dient seit Jahrzehnten als Briefkasten. Ursprung dafür ist eine zuerst heimliche Liebe, die sich des Astloches für Liebesbotschaften bediente und später zur Hochzeit führte.

Seit 1927 stellt die Post Briefe und Postkarten, die an die Bräutigamseiche adressiert sind, regelmäßig zu und wer einen Lebenspartner/in oder Brieffreund/in sucht, darf sich die Botschaften vor Ort herausnehmen. Es wurden schon einige Ehen nachweislich daraufhin geschlossen.

Inzwischen ist die Bräutigamseiche weit übers Land hinaus bekannt, ist ein oft gefragter Bestandteil eines Kreuzworträtsels  und wird in Funk und Fernsehen sogar in Amerika als kurioses Reiseziel angepriesen.

Die Adresse: Bräutigamseiche, Dodauer Forst, 23701 Eutin

 

das Jagdschlösschen am Ukleisee

Auf einem der höchsten Punkte zwischen Uklei- und Kellersee mit einer traumhaften Aussicht ließ 1776 Herzog Friedrich August von seinem Hofbaumeister Georg Greggenhofer ein Jagdschlösschen erbauen.

1937 ging das Jagdschlösschen in den Besitz des Landes Schleswig Holstein über. Seit der Sanierung des Jagdschlösschens durch die Sparkassenstiftung 1997 finden hier weider Konzerte und kulturelle Veranstaltungen statt

Hier kann sogar geheiratet werden:von der Terasse aus genießen das Brautpaar und seine Gäste einen traumhaften Blick auf den waldumsäumten Ukleisee. Der Festsaal des liebevoll sanierten spätbarocken Gebäudes ist lichtdurchflutet und bietet eine unvergessene festliche Kulisse.